Im dritten Finale der Play-offs um die Deutsche Meisterschaft im Frauenhandball lieferten sich die HSG Blomberg-Lippe und Borussia Dortmund in der Sporthalle in Blomberg ein hochintensives und emotionales Duell. Vor 1.300 Zuschauern, darunter rund 150 mitgereiste Fans aus Dortmund, setzte sich die HSG am Ende mit 30:26 durch und sicherte sich damit die Finalserie im Modus „Best of three“ mit 2:1.
Für die BVB-Handballerinnen bedeutete diese Niederlage das bittere Ende aller Titelträume. Auch im dritten Anlauf gelang es den Borussinnen nicht, nach dem Meistertitel im Jahr 2021 erneut die deutsche Krone zu gewinnen.
Dabei hatte die Serie vielversprechend begonnen: Das Hinspiel in Dortmund konnte der BVB denkbar knapp mit 28:27 für sich entscheiden. Doch bereits im zweiten Spiel in Blomberg mussten sich die Dortmunderinnen mit 27:28 geschlagen geben – ebenfalls hauchdünn. Das entscheidende dritte Spiel entwickelte sich schließlich zu einem echten Kraftakt.
In der ersten Halbzeit hielten die Borussinnen noch gut mit und lieferten sich mit der HSG ein Duell auf Augenhöhe (13:12). Doch nach der Pause kamen die Gastgeberinnen mit deutlich mehr Energie aus der Kabine und setzten sich zunehmend ab. Angeführt von einer starken Nieke Kühne zeigte Blomberg in der zweiten Hälfte die größere Durchschlagskraft und nutzte die entscheidenden Chancen konsequent.
Beim BVB hingegen schlichen sich in dieser Phase zu viele Fehler ein, sowohl im Angriff als auch in der Defensive. Trotz großem Kampfgeist gelang es den Dortmunderinnen nicht mehr, das Spiel zu drehen.
Nach dem Schlusspfiff war die Enttäuschung bei den Spielerinnen von Borussia Dortmund kaum in Worte zu fassen. Tränen flossen auf dem Spielfeld, während auf der anderen Seite die Spielerinnen der HSG Blomberg-Lippe ausgelassen jubelten und die Meisterschale in die Höhe reckten.
„Unsere Leistung hat heute nicht gereicht. Die erste Halbzeit war okay, aber nach der Pause kommt Blomberg mit mehr Power aus der Kabine. Ich bin sauer und enttäuscht“, erklärte BVB-Spielerin Dana Bleckmann nach der Partie.
Bis zuletzt hatten die Dortmunderinnen auf den entscheidenden Sieg und den damit verbundenen Titel gehofft. Am Ende jedoch hinterließ dieses Spiel sichtbare Spuren – bei der Mannschaft, dem Trainerteam und den mitgereisten Fans. Die Chance auf die zweite Deutsche Meisterschaft nach 2021 bleibt damit vorerst unerfüllt.
Für die HSG Blomberg-Lippe hingegen ist dieser Erfolg der verdiente Lohn einer starken Finalserie, in der sie vor allem im entscheidenden Moment ihre Klasse und Nervenstärke unter Beweis stellten.
Im Auftrag der Ruhr Nachrichten war zudem das Event Live Team vor Ort und produzierte einen rund 15-minütigen Spielbericht. In diesem Beitrag werden nicht nur die entscheidenden Spielszenen zusammengefasst, sondern auch zahlreiche Stimmen eingefangen. So kommen unter anderem der Trainer der HSG Blomberg-Lippe Steffen Birgner sowie der sportliche Leiter zu Wort. Auf Seiten des BVB äußerten sich neben Dana Bleckmann auch Rupert Thiele zur Partie. Der Beitrag liefert damit einen umfassenden Einblick in ein emotionales Finale – mit allen Höhen und Tiefen dieses denkwürdigen Meisterschaftsduells.


